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26.09.2017

ulm

Umbau des Ulmer Hauptbahnhofs

Ulm 1

Der Umbau des Ulmer Hauptbahnhofs steht im Zusammenhang mit dem Bahnbau-Großprojekt Stuttgart 21. Hartung Bau ist in Arbeitsgemeinschaft mit seinem Kooperationspartner im Beeich des Tief- und Erdbaus Bickhardt Bau mit dem Teilumbau der Gleisanlagen beauftragt worden. Im Bereich des Nordkopfes des Ulmer Hauptbahnhofs tritt der Albabstiegstunnel an die Oberfläche. Die unterirdische Verbindung bindet auf direktem Wege die rund 60 Kilometer lange Neubaustrecke Wendlingen – Ulm an den Ulmer Hauptbahnhof an. Die neue Strecke ist für Höchstgeschwindigkeiten von 200 Stundenkilometern ausgelegt. Bisher rollen die Züge mit einer Maximalgeschwindigkeit von Tempo 160 zunächst in östlicher Richtung in einem großen Bogen über Geislingen/Steige und Göppingen in die Landeshauptstadt Stuttgart. Um die Gleise aus dem Tunnel über ein Trogbauwerk an die Bahnsteige im Ulmer Hauptbahnhof anzubinden, war es zunächst wichtig Baufreiheit zu schaffen.  Deshalb haben die  Mitarbeiter der ARGE zuerst die Gleise im ehemaligen E-Lok-Betriebswerk zurückgebaut. Ebenso wurden im Bereich des ehemaligen Ostbahnhofes sowie der Postgleise 18 Gleise auf einer Länge von 2.800 Metern mitsamt 21 Weichen ausgebaut.

Die frei gewordenen Flächen dienen zunächst der Lagerung der Aushubmassen, die beim Bau des Trogs anfallen, und später sukzessive der Umverlegung  der Bestandsgleise aus Stuttgart und Ellwangen zum Anschluss des Trogbauwerks an die Bahnsteige im Hauptbahnhof. Der Kabeltiefbau gehört ebenfalls zum Auftrag der ARGE. Kilometerweise werden Kabeltröge verlegt, in denen künftig die Steuerleitungen für Signale, Telekommunikation und Stromversorgung liegen werden. Zwischen Oktober 2016 und März diesen Jahres wurde unter anderem eine neue Hauptkabelquerung unter 17 Gleisen und drei Bahnsteigen hindurchgeführt. Die Stahlrohre wiesen teilweise einen Durchmesser von einem Meter auf. Gearbeitet wurde hauptsächlich in Sperrpausen an Wochenenden. Die Arbeiten waren notwendig, um einen neuen Hauptkabelweg zwischen Stellwerk und Nordkopf zu schaffen.

Der Abschnitt Stuttgart – Wendlingen – Ulm ist Teil einer europäischen Magistrale, die von Paris bis nach Budapest führt. Die Strecke soll Ende 2021 in Betrieb genommen werden.